Dienstag, 17. August 2010

Redner bleibt bis zuletzt geheim

Veranstaltung Ellernfest vom 10. bis zum 12. September auf dem Rennplatz

Zum 34. Mal lädt der Verkehrsverein zum Ellernfest ein. In diesem Jahr gibt es wieder eine Zelt-Überdachung.
VON GEERD LUKASSEN

Rastede - Es ist wohl das zur Zeit am besten gehütete Geheimnis im Residenzort: Wer hält in diesem Jahr die traditionelle „Ellernrede“?

Die Antwort kennen nur der Redner bzw. die Rednerin und Harm Steusloff, Vorsitzender des Verkehrsvereins Rastede. Zum 34. Mal organisiert der Verein das Fest rund um den Ellernteich, in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. September. Entstanden ist das Fest 1976 mit der Wiederaufbereitung des zuvor zugeschütteten Ellernteiches. Zwei Jahre später war Dr. Dieter Zoller der Erste, der in der Ellernrede kritisch Stellung nahm zu Politik und Gesellschaft in der Gemeinde. Nachdem es im vergangenen Jahr wegen der 950-Jahr-Feier keine Ellernrede gegeben hatte, wird diese Tradition in diesem Jahr wieder fortgesetzt.

Seit einigen Jahren ist der Vorsitzende des Verkehrsvereins alleine für die Auswahl des Redners verantwortlich. Es solle lustig sein, aber auch zum Nachdenken anregen, ohne dabei in Klamauk oder Hetze zu verfallen, sagt Harm Steusloff und betont, dass er einen geeigneten Kandidaten schon ausgemacht hat. Den Inhalt der Rede kenne aber auch er nicht, gesteht der Vorsitzende des Verkehrsvereins.

Die Ellernrede ist nicht der einzige Höhepunkt des dreitägigen Festes: So gibt es die Ellernprobe, einen Kinderflohmarkt und eine Auktion, außerdem präsentieren sich die örtlichen Vereine auf dem Rennplatz. Am Sonnabend messen die Grundschüler der Gemeinde beim Tauziehen ihre Kräfte. Für die musikalische Begleitung sorgen unter anderem die Blue Lions und die Hydrantenkapelle.

Erstmals wird der Platz mit einem Zelt teilweise überdacht, so dass unter anderem die Ellernrede unabhängig von Witterungseinflüssen stattfinden kann.