Presse

 

 Dienstag, 14. September 2010

„Da kommen Glücksgefühle auf“

34. Ellernfest Verkehrsverein zieht positive Bilanz – Rund 12 000 Besucher

Gut besucht waren die Abendveranstaltungen. Die Überdachung vor der Hauptbühne mit einem offenen Zelt hat sich ebenfalls bewährt.
VON FRANK JACOB

Bild: Claus StöltingRastede - „Es ist sehr gut gelaufen.“ Der Vorsitzende des Rasteder Verkehrsvereins, Harm Steusloff, zog am Montag auf NWZ  -Nachfrage eine positive Bilanz des 34. Ellernfestes. Zwischen 10 000 und 12 000 Besuchern, schätzt er, seien auf dem Festplatz gewesen. Für viele, die außerhalb wohnen, sei das Ellernfest stets ein beliebter Treffpunkt.

Das Wetter habe weitgehend gut mitgespielt. „Die Leute sind des trotz des Regens gekommen“, sagte Steusloff. Am Sonntagnachmittag habe der Regen zwei Stunden zu früh eingesetzt, meinte der Verkehrsvereinsvorsitzende und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „An einem Tag muss es beim Ellernfest ja regnen. Das kennen wir nicht anders.“

Bewährt habe sich die Überdachung vor der Hauptbühne mit einem offenen Zelt. „Das ist gut angekommen“, sagte Steusloff.

Zur Ellernrede am Sonnabendvormittag (NWZ  berichtete) habe es keinen freien Platz mehr gegeben. „Das war phänomenal, was da los war“, berichtete der Verkehrsvereinsvorsitzende und fügte an: „Da kommen Glücksgefühle auf.“

Sehr gut angenommen wurden auch die Disco am Freitagabend und die Auftritte der Bands am Sonnabend. Auf Wunsch vieler Besucher habe man sich in diesem Jahr für Musikbands und nicht für einen Stargast entschieden.

Zufrieden äußerten sich nach Angaben von Steusloff auch die Vereine. Rund 50 Vereine seien am Ellernfest beteiligt gewesen.

Getreu dem Motto „Nach dem Ellernfest ist vor dem Ellernfest“ geht es nun bereits an die ersten Planungen für 2011. Die konkreten Vorbereitungen beginnen dann im Februar.

Wie Steusloff bereits mitteilte, soll es im kommenden Jahr wieder eine Gewerbeschau geben. In welcher Form diese abgehalten werden soll, werde Bestandteil der kommenden Planungen sein.

Ebenfalls Bestandteil der Überlegungen werde sein, ob es 2011 wieder einen Umzug geben soll. Hierzu sollen zunächst die Vereine angesprochen werden.

Fest steht in jedem Fall eines, der Termin. Traditionell wird das 35. Ellernfest am zweiten Wochenende im September stattfinden, also von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. September.

   

 

 Montag, 13. September 2010

„Es gibt doch ein Leben nach dem Rastede-Jubiläum“

Ellernrede NWZ-Redakteur Wolfgang Müller zeigt Rastede Visionen auf – „Jetzt gehen wir ellern“

VON CLAUS STÖLTING

Bild: Claus StöltingRastede - Eines stellte der Ellernredner des Jahres 2010 gleich heraus: „Es gibt doch ein Leben nach dem Jubiläum“, wusste Wolfgang Müller. Keine zwei Wochen zuvor in den Vorruhestand verabschiedet (wir berichteten), gab der NWZ  -Redakteur am Sonnabend auf dem Ellernfest eine Abschiedsvorstellung – und damit auch eine Art Liebeserklärung an die Gemeinde, „die doch eigentlich alles hat – hätten wir in der Region griechische Verhältnisse, müsste Rastede den Nachbargemeinden noch etwas abgeben“. „Spitze“ sei Rastede sowieso: Mit Weltmeistern im Lkw-Geschicklichkeitsfahren, einer Vizeweltmeisterin im Wakeboarden oder der Weltsiegerin Yusra – die Windhündin aus dem Ollerkamp.

Doch auch wenn Rastede „die wohl engste Ortsdurchfahrt, den größten Springbrunnen, die größte Kohlfahrt aller Zeiten, die höchste Dichte an Straßencafes und Immobilienbüros und das schönste Industriegebiet hat, weil dort nur die Natur beziehungsweise der Rest derselben arbeitet“, fehle in der Gemeinde noch so einiges, meinte der Ellernredner. Und war damit bei den Visionen für den Residenzort angekommen: Kürzere Ferienzeiten, damit bei den hervorragenden Schulen in der Gemeinde kein Tag verschenkt wird, Freizeiteinrichtungen im Industriegebiet an der B 211, Schlittschuhlaufen im Sommer auf dem Ellernteich, weil die Wärme des Gewässers für das Freibad genutzt wird – und endlich ein Fischgeschäft im Ort.

Schließlich fehlten auch Tipps für die Zukunft nicht: Wie Autofahrer die Wartezeiten vor den Rasteder Ampeln und Schranken verkürzen können („Meditieren Sie einfach ein bisschen oder denken Sie über die Zeit nach“). Wie die Bürger den Rat mit Arbeit eindecken könnten, verriet der Ellernredner ebenfalls.

Zurück in der Gegenwart, beklagte sich Wolfgang Müller darüber, dass er als Ellernredner nicht einmal mehr über die Zustände bei der ehemaligen Kleeblatt-Klinik hatte wettern können, seitdem das Gebäude von der Awo übernommen worden ist: „Bald haben wir gar nichts mehr, über das sich die Einwohner aufregen können – wie gut, dass man dann wenigstens noch über die Gewerbegebiete meckern kann“.

Doch spätestens beim Ellernfest stehe dann wieder das Vergnügen im Vordergrund, wenn es heißt: „Lass uns ellern gehen“ – womit der Ellernredner gleich eine neue Wortschöpfung für das Feiern auf diesem nun schon zum 34. Mal ausgerichteten Traditionsfest kreierte.

   

 

 Sonnabend, 11. September 2010

„Von Bürgern für die Bürger“

34. Ellernfest Fassanstich zum Auftakt – An diesem Sonnabend Ellernrede

Verkehrsvereinsvorsitzender Harm Steusloff begrüßte viele Gäste. Die Jagdhornbläsergruppe Rastede-Süd begleitete den Auftakt musikalisch.
VON CLAUS STÖLTING

Bild: Claus StöltingRastede - Als „Veranstaltung von Bürgern für Bürger“ hat Rastedes stellvertretender Bürgermeister Dieter von Essen auch das 34. Ellernfest zum Auftakt am Freitagabend bezeichnet. Beim traditionellen Fassanstich, bei dem zunächst Verkehrsvereinsvorsitzender Harm Steusloff die vielen Gäste begrüßte, betonte von Essen, im Laufe der 34 Jahre habe sich vieles in Rastede verändert; das Ellernfest mit seiner Mischung aus Traditionellem und Neuem aber gebe es immer noch.

Fortgesetzt wird das Programm an diesem Sonnabend. Mit großer Spannung werden wieder die traditionelle Ellernprüfung und die anschließende Ellernrede erwartet (ab 10.30 Uhr). Der Tauzieh-Wettbewerb der Rasteder Grundschulen findet ab 14 Uhr statt. Die Ellernauktion beginnt um 16 Uhr. Abends (ab 19.30 Uhr) treten Foxy & The Pop Shop Boys sowie Into The Light auf.

Auch für Sonntag sind zahlreiche Aktionen für die ganze Familie geplant. Ab 9.30 Uhr findet zudem ein ökumenischer Gottesdienst statt. Gegen 15 Uhr wird hoch zu Ross Graf Anton Günther erwartet, um die Einladung zum Kramermarkt auszusprechen.

Auf der Automeile wollen Vertreter namhafter Autohersteller über ihre Modelle informieren. Für die Kinder-Unterhaltung sind zusätzlich zu den Angeboten der Kinderorganisationen (u.a. Bagira, Kinderschutzbund), Kasperletheatervorführungen, Bogenschießen und eine große Sandkiste geplant. Das Element „Mensch und Natur“ wird sich mit traditionellem Handwerk und alten Herstellungstraditionen im Zelt „Mensch und Natur“ zeigen. Im Außenbereich werden Firmen alles für den Garten- und Landschaftsbau sowie die erforderliche maschinelle Ausstattung zur Schau stellen.

   

 

 Freitag, 10. September 2010

Polizei will beim Ellernfest starke Präsenz zeigen

Einsatz Gegen sieben Personen Aufenthaltsverbot ausgesprochen – Jugendschutzkontrollen geplant

VON FRANK JACOB

Bild: Frank JacobRastede - Die Polizei in Rastede ist gut auf das Ellernfest an diesem Wochenende vorbereitet. „Bei den beiden Abendveranstaltungen am Freitag und Sonnabend, zu denen eine Vielzahl von Besuchern erwartet wird, werden wir starke Präsenz zeigen und sichtbar vor Ort sein“, berichtet der Leiter der Polizeistation, Lüder Behrens.

Unterstützt werden die Rasteder von Kollegen aus Bad Zwischenahn und Oldenburg. Auch ein Diensthundeführer wird die Beamten begleiten. Ferner sind zwei Mitarbeiter vom Jugendamt des Landkreises Ammerland dabei.

Vor allem die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes will die Polizei gewährleistet wissen. „Wir werden tragbare Alkomaten dabei haben und Jugendliche pusten lassen“, erklärt Behrens.

Personen zwischen 16 und 18 Jahren dürfen an alkoholischen Getränken ausschließlich Bier, Wein und Sekt konsumieren, Hochprozentiges darf nur an Erwachsene ausgegeben werden. „Wer an Minderjährige harten Alkohol abgibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, möchte Behrens die Ausschenkenden sensibilisieren, auf den Jugendschutz zu achten.

Der Appell richtet sich gleichermaßen an die Gewerbetreibenden der Supermärkte und Tankstellen. Auch hier wird die Polizei darauf achten, dass kein Alkohol an Jugendliche verkauft wird.

Erstmalig hat die Polizei in diesem Jahr Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Aufgrund ihrer Vorgeschichte und Auffälligkeiten wie Aggressionsdelikten ist sieben Jugendlichen und Heranwachsenden bereits im Vorfeld schriftlich das Betreten des Areals zwischen Oldenburger Straße, Mühlenstraße und Parkstraße untersagt worden. Wer gegen diese Auflage verstößt, wird in Oldenburg in Polizeigewahrsam gebracht.

Überdies behält sich die Polizei vor, Platzverweise gegen Personen auszusprechen, die während des Ellernfestes auffällig werden.

   

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